AB Tests helfen, eine Website optimal auf Besucher abzustimmen. Wie das Ganze funktioniert, warum man überhaupt testen sollte und was die praktischsten Tools dafür sind, klären wir im Beitrag.
Inhalt
- Was bedeutet AB Testing überhaupt?
- Was sind die Vorteile der AB Tests?
- Wie läuft ein AB Test ab? – Schritt für Schritt
- Was gibt es noch zu beachten?
- Welche A/B Testing-Tools sind zu empfehlen?
- Fazit

Was bedeutet AB Testing überhaupt?
AB-Testing (auch: Split-Testing) bezeichnet eine bestimmte Art von Tests, um Metriken miteinander zu vergleichen. AB-Tests heißen so, da immer 2 Möglichkeiten miteinander verglichen werden, A wird also mit B verglichen. Bei der Durchführung eines Tests findet man heraus, welche der beiden Varianten bevorzugt wird.
Der Test ist wie eine Art Umfrage für die Website und hilft, die Besucher besser zu verstehen. Durch beständiges Testen wird die Website weiter und weiter optimiert und dadurch perfekt auf die potentiellen Kunden ausgerichtet.
Was sind die Vorteile der AB Tests?
Der AB-Test bietet eine gute Möglichkeit, um eine Website Stück für Stück zu verbessern. Die Einsatzbereiche sind sehr vielfältig und haben viele Vorteile.
Mit AB Tests kann man zum Beispiel:
- die Absprungrate im Warenkorb senken
- die Conversion-Rate steigern
- die Aufenthaltszeit der Kunden auf der Website erhöhen
- herausfinden, was die Nutzer an der Website stört
Wie läuft ein AB Test ab? – Schritt für Schritt
1. Das Problem definieren
Im ersten Schritt geht es erst einmal darum, das eigentliche Problem zu definieren. Dieses Problem sollte messbar sein, d.h. es sollte aus den Analytics-Daten deiner Website ausgelesen werden können. Usability-Tests, Heatmaps oder Mini-Umfragen sind gute Möglichkeiten, um Probleme zu identifizieren.
Gute Problemstellungen sind:
- Die Klickrate eines Buttons ist zu gering
- Die Verweildauer auf der Seite ist zu kurz
- Es melden sich nicht genug Besucher für den Newsletter an
- Besucher verlassen die Seite, ohne den Kaufvorgang abzuschließen
2. Hypothese aufstellen
Im nächsten Schritt geht es darum eine konkrete Hypothese aufzustellen. Diese bezieht sich auf das vorher aufgestellte Problem und beinhaltet Änderungen, die man auf der Website vornehmen und dann messen kann.
Zum Beispiel:
- Ein anderer Text sorgt dafür, dass sich mehr Besucher für den Newsletter anmelden
- Ein auffälligerer Button sorgt für eine höhere Klickrate
- Durch eine andere Überschrift wird die Lesedauer des Blogs erhöht
3. Den eigentlichen A/B-Test durchführen
Nun wird die Hypothese getestet. Wir verändern also den Button, ändern die Überschrift oder Überarbeiten das Layout unserer Website.
Der Test sollte über einen längeren Zeitraum laufen, mindestens jedoch eine Woche. Das minimiert Schwankungen, die durch Wochen- oder Feiertage bedingt sind. Je nach Anzahl der Besucher pro Tag kann es sein, dass der Test auch etwas länger laufen muss, um am Ende aussagekräftige Daten zu erhalten.
4. Das Ergebnis auswerten
Am Ende wird das Ergebnis ausgewertet und die Daten werden miteinander verglichen. Funktioniert der Button (wesentlich) besser als der Vorherige? Bleiben Besucher nun länger auf der Seite? Hier sollten auch wieder Webanalyse-Tools miteinbezogen werden, um z.B. neue Nutzer von Bestandskunden zu unterscheiden.
Ein weiterer Test kann nun hilfreich sein, um die Seite noch weiter zu optimieren oder um weitere Faktoren herauszufinden, die das anfangs ermittelte Problem lösen können.
Was gibt es noch zu beachten?
Ein einzelner Test allein reicht oft nicht aus, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Beständiges Testen ist erforderlich, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, da jeder Test nur ein weiterer Optimierungsschritt ist.
Allerdings darf man auch nicht ZU viel testen: Ein Test sollte nach dem anderen gemacht werden, um Testergebnisse nicht zu verfälschen.
Welche A/B Testing-Tools sind zu empfehlen?
Das Internet ist voll von Tools, um A/B Tests durchzuführen. Je nach Anspruch und Budget gibt es viele Unterschiede. Hier stellen wir kurz einige vor:
Von Google: Das kostenlose Google Optimize (gehört zu Google Analytics) ist einfach zu bedienen und bietet einen recht schnellen Einstieg in die Welt der AB-Tests.
AB-Test als Umfrage: Will man seine Nutzer direkt nach 2 verschiedenen Möglichkeiten befragen, ist Flowdust das richtige Tool.
Der Alleskönner: Visual Website Optimizer hat eine Vielzahl an Funktionen für jeden Anwendungsfall und eine 30-tägige Probeversion. Danach ist es allerdings kostenpflichtig.

Fazit
A/B Tests sind eine gute Möglichkeit, Webseiten langfristig immer weiter zu optimieren. Der Aufwand lohnt sich, da man seine Zielgruppe besser verstehen lernt. AB-Testing zeigt uns, dass auch kleine Veränderungen (z.B. das Ändern eines Buttons) eine große Wirkung auf die Besucher einer Website haben kann.
In diesem Sinne: Happy testing!

